Rezension zu Elathar – Das Herz der Magie von Rachel Crane

Deine Begegnung mit der Magie wird zugleich eine mit dem Tod sein…

Die junge Rissa ist eine Zauberin. Sie verfügt über Magie, eine Gabe, die in ihrer Welt verfolgt und mit dem Tod bestraft wird. Sie lernt Elathar, den Bastard des Königs kennen und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Als das Land in Aufruhr gerät und nichts mehr ist, wie zuvor, ist Rissa die Einzige, die Elathar und den Menschen helfen könnte, doch dafür müsste sie ihr Geheimnis preisgeben…

Mit Elathar habe ich seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder einen guten Fantasyroman gelesen, der nicht in einer Trilogie ausgeartet ist. Die darin beschriebene Welt, das Königreich Tharennia, erwacht durch den schönen, bildlichen Schreibstil förmlich zum Leben, wobei die Sprache zwar der mittelalterlich angehauchten Welt angepasst, aber dennoch gut verständlich ist.

Auch die Charaktere wurden sehr liebevoll gezeichnet. Die Protagonisten Elathar und Rissa waren mir sehr sympathisch, besonders weil sie nicht so geradefort waren, sondern beide ihre Ecken und Kanten hatten und Schwächen, die es zu überwinden galt. Gerade deshalb konnte ich ihre Gefühle und Bedürfnisse sehr gut nachvollziehen und habe besonders gegen Ende mit ihnen mitgefiebert.

Jedoch, und das kann ich nicht bestreiten, erwartet einen nach dem rasanten Anfang erst einmal eine Spannungsflaute. Dieser Teil der Handlung hätte zwar nicht vermieden, aber dennoch gekürzt werden können. Doch wer sich hier hindurchkämpft, wird es nicht bereuen.

Denn je weiter man sich in dieses Buch vertieft, desto öfter spielt nun auch die Magie eine Rolle, die durch den schönen Schreibstil wirklich greifbar und vorstellbar beschrieben wurde.

Schließlich mündet der Roman in einem tempo- und actionreichen sowie emotionalem Ende, das mir an und für sich gut gefallen hat. Das Einzige, was mich daran gestört hat, war die wirklich einfache Lösung sämtlicher Konflikte, sodass niemand zum Umdenken oder Vergeben gezwungen war und sich alle Probleme auf einen Schlag in Luft aufgelöst zu haben schienen.

Dennoch ist mit Elathar ein insgesamt stimmiger, in sich geschlossener Jugendfantasy-Roman gelungen. Die Welt und die Charaktere erwachen durch den tollen Schreibstil zum Leben, sodass man mit ihnen mitfiebern und sich richtig in der Geschichte verlieren kann. Allerdings gibt es nach dem rasanten Start direkt eine Spannungsflaute, durch die man sich ein bisschen durchkämpfen muss und das Ende bietet – trotz Spannung und viel Emotion – meiner Meinung nach eine zu einfache und unbefriedigende Lösung. Nichtsdestotrotz ein schöner Roman für zwischendurch.

4/5

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