Rezension zu Zodiac-Weg der Sterne von Romina Russel

Dies ist der zweite Teil der Zodiac-Reihe. Die Rezension zu Teil eins findet ihr hier.

Um ihre Heimat zu retten und die Galaxie vor dem 13. Haus zu schützen, hat die junge Rho alles in eine Waagschale geworfen – und verloren. Nach schweren Verlusten, Vorwürfen und Demütigungen hat sie nun die Chance, ein ruhiges Leben im Flüchtlingscamp im Haus Steinbock zu führen. Doch Rho kann die schrecklichen Verbrechen der Terrorgruppe Marad nicht vergessen – ebensowenig wie den Hüter des 13. Hauses, Ochus, der sie immer wieder in ihren Alpträumen heimsucht. Als sich Berichte über Angriffe der Marad häufen und Rho eine mysteriöse Nachricht erreicht, weiß sie, dass sie handeln muss, bevor Zodiac im Chaos versinkt. Rho begibt sich auf eine gefährliche Suche nach der Wahrheit, die sie durch die ganze Galaxie führen wird…

Wie angekündigt, habe ich nun auch Teil zwei der Zodiac-Reihe beendet. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Bücher direkt hintereinander gelesen habe – oder aber an Romina Russels wundervollem Schreibstil, aber ich war wie schon beim ersten Teil sofort in der Geschichte versunken und konnte einfach nicht mehr aufhören, das Abenteuer um Rho zu verfolgen.

An ihrer Seite lernt man auch in diesem Teil wieder einige neue Winkel Zodiacs kennen. Man taucht tiefer in diese fremde und doch mittlerweile vertraute Galaxie ein und wird von immer neuen Techniken, Landschaften, Menschen und Traditionen überrascht.

Mir persönlich gefällt es dabei immer, wenn die Charaktere sich entwickeln und in diesem Fall tun sie das. Gerade Rho wird wieder und wieder mit Herausforderungen konfrontiert, muss Rückschläge einstecken und hört trotzdem nicht auf, zu kämpfen. Und auch ihre Mitstreiter kommen mit dem ein oder anderen Problem daher, mit falschen Entscheidungen, mit Wut oder tiefen Narben. Doch gemeinsam wachsen sie an sich selbst und ihren Fehlern. Besonders interessant ist in diesem Teil meiner Meinung nach ja das Wiederauftauchen eines Charakters, der mir schon gefehlt hat. Ja, ich habe mir schon gedacht, dass diese Figur noch ein weiteres Mal aufkreuzt, aber es war doch ungemein spannend, zu sehen, wie dieses Wiedersehen Rho aus ihrer neu gewonnenen Balance bringt.

Und apropos Spannung – daran fehlt es nun auch in diesem Teil nicht. Die Bedrohung durch Ophiuchus, die in ersten Teil eher noch düster und schleierhaft war, gewinnt hier an Bedeutung und wird durch die Marad zunehmend greifbarer. Doch einige überraschende Wendungen lassen den Kampf gegen die Gefahr für Rho noch schwieriger werden, als er ohnehin schon ist. Zusätzlich manövriert dieser Teil Rho nun auch in ein echtes Gefühlschaos.

Kurzum – es bleibt spannend in Zodiac. Romina Russel ist eine tolle Fortsetzung gelungen, die Teil eins in nichts nachsteht. Fesselnd, emotional und sehr realistisch lässt einen dieser Teil nun noch tiefer in die Welt Zodiacs eintauchen.

5/5

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