Rezension zu Heller Mond über Friday Harbor von Lisa Kleypas

Eigentlich hat Justine Hoffman ein schönes Leben. Sie führt in Friday Harbor ein hübsches Hotel, ist unabhängig und hat viele gute Freundinnen. Wenn ihr nicht etwas fehlen würde: die Liebe. Es ist zum Verzweifeln. Sie kann sich nicht verlieben. Es ist, als ob ein Fluch auf ihr liegt – Moment mal. Kann das wirklich sein? Justine probiert es mit einem Zauberspruch aus. Und kurz darauf mietet sich der charismatische Produzent Jason Black in ihrem Hotel ein. Justine ist sicher: Das ist er! Diese Zärtlichkeit, dieses erotische Knistern … Zum ersten Mal verschenkt sie ihr Herz, nicht ahnend, zu welch hohem Preis.

Dieses Buch hat es vom Mängelexemplartisch nach einigem Überlegen in mein Bücherregal geschafft. Ich kann nicht genau sagen, was mich daran so fasziniert hat (außer dem unschlagbaren Preis…), aber mittlerweile weiß ich, dass es sich definitiv gelohnt hat.

An dieser Stelle will ich kurz erwähnen, dass der Roman Teil vier einer Reihe ist, aber auch problemlos unabhängig davon gelesen werden kann. Ich hätte aufgrund der Inhaltsangabe eher auf eine klassische „Schnulze“ geschlossen, weshalb mich die Mischung aus Erotik und einer ordentlichen Prise Magie dann doch überrascht hat. Im positiven Sinne.

Justine als Protagonistin gewinnt man sehr schnell lieb. Sie hat eine sehr herzliche und offene Art und der Bezug zu ihrer Vergangenheit macht sie als Person noch authentischer. Auch mit Jason bin ich recht schnell warmgeworden. Mir hat es gefallen, dass er nicht diese komplett ablehnende Art zeigt, die mittlerweile so typisch für Bad-Boy-Lover ist. Stattdessen gibt er seine Distanziertheit recht schnell auf und bringt seine „weiche“ Seite zum Vorschein.

Die „magischen“ Elemente der Geschichte haben mich wie bereits oben erwähnt, ziemlich überrascht, aber dann recht schnell überzeugen können. Durch sie erhält die eigentlich recht glatte Romanze noch einmal ein paar neue Aspekte und einen leicht düsteren Touch, der mir sehr gefallen hat.

Auch an Spannung mangelt es diesem Roman nicht auf einer Seite. Die Anziehung zwischen Justine und Jason wird schnell spürbar, sodass man den Roman nach den ersten fünfzig Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen will.

Zuletzt noch eine doch recht ordentliche Prise Erotik – und fertig ist ein fesselnder Liebesroman, der seinen Leser nicht so schnell aus seinem Bann entlässt.

Kurz gesagt – Heller Mond über Friday Harbor konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Die Mischung aus Erotik, Liebe und Magie ist unschlagbar und die Protagonisten muss man einfach mögen. Ich werde wohl einen Blick auf die restliche Reihe werfen.

5/5

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