Schreiben

A für Anfang

Hinweis: Dies ist Teil eins einer Serie zu verschiedenen Schreibthemen. Jeder Teil behandelt ein anderes Thema unter einem anderen Buchstaben des Alphabets, es lohnt sich also, ab und zu vorbeizuschauen 😉

Jetzt aber zum Beitrag 😀

Aller Anfang ist schwer, nicht wahr? Du hast diese Idee, diesen Master-Plot oder diesen einen Charakter, der dich zum Lächeln bringt. Du hast eine Geschichte, die du erzählen willst, die du hinaus in die Welt schleudern willst, doch du weißt nicht, wie?
Keine Sorge, du bist nicht allein. Viele wunderbare Bücher werden wohl nie geschrieben werden, weil die Idee es nicht von einem klugen Kopf bis aufs Papier schafft. Und selbst gestandene Autoren bevorzugen an manchen Tagen den großen Hausputz anstelle sich an ihren Schreibtisch zu setzen und Magie zu wirken.
Millionen nervenzehrender Zweifel können uns in eine Ecke treiben. Sie können uns einschüchtern, bis wir uns anstelle unserer ersten Sätze lieber mit den ersten Minuten unserer Lieblingsserie beschäftigen. Du fragst dich, ob du es überhaupt schaffen kannst, ein Buch zu schreiben. Woher sollst du all die Zeit nehmen? Und taugt deine Idee tatsächlich genug, um bis zum Ende durchzuhalten? Was ist mit dem Plot? Denn bisher bist du dir noch nicht einmal sicher, was genau passiert. Oder wer eigentlich den ganzen Mist verzapfen soll, der deinen Hauptcharakter regelmäßig in Schwierigkeiten bringt.

Welche Zweifel auch immer es sind, die dich zurückhalten, es gibt nur einen Weg, sie zu besiegen: Öffne ein Dokument bei Word oder Open-Office oder Pages oder welches Schreibprogramm du gern benutzt. Mache es dir gemütlich, gern mit einer Tasse Tee oder Kaffee oder Limonade an warmen Tagen. Sorg dafür, dass alle Ablenkungen meilenweit entfernt sind und aktiviere den Offline-Modus an deinem Laptop. Und dann träume dich hinweg. Lass dich von deinen Charakteren an die Hand nehmen und schreibe einfach frei, was du sagen willst. Um Formulierungen, Ausdrücke oder Namen kannst du dir auch später noch Gedanken machen. Ob deine Geschichte Sinn macht oder spannend ist, wirst du bei der ersten Selbstkorrektur merken. Doch für den Anfang zählt nur eines – anfangen. Selbst wenn es nur ein Satz ist.
Hier noch ein paar Tipps, wie du ins Schreiben kommst, wenn die Worte mal nicht fließen:

  1. Schreibe alles, was dir in den Kopf kommt. Setze dir einen Timer, vielleicht fünf oder zehn Minuten, und dann schreibe einfach all die Dinge herunter, die dir gerade durch den Kopf gehen. Rege dich über die nervtötende Musik deiner Nachbarn auf oder beschreibe den wunderbaren Duft der frischen Kräuter, die du auf deinem Balkon gepflanzt hast, schreibe über das grässliche Familienessen, auf dem du gerade warst oder darüber, ob der Vogel auf dem Ast vor deinem Fenster wohl ein Spion ist. Es gibt keine Regeln, keine Grenzen. Du darfst alle langweiligen Fakten schildern, die dir einfallen. Wichtig ist nur, dass du schreibst. Du wirst sehen, die Worte sprudeln von ganz allein. Und manchmal bringen sie ganz neue Ideen.
  2. Setze dir einen Timer und/oder eine Deadline. Dabei solltest du sicher gehen, dass du genug Zeit einplanst. Wenn du dazu neigst, selbst gesetzte Deadlines gern winkend vorbeirauschen zu sehen, dann beginne, Familie und Freunden von deiner Deadline zu erzählen. Sie werden dich regelmäßig nach deinem Fortschritt fragen, sodass du dich automatisch schlecht fühlen wirst, wenn du deine Deadline nicht einhältst.
  3. Stelle dir Fragen zu deiner Geschichte und deinen Charakteren. Werde dir über den groben Verlauf der Handlung klar und lerne deine Charaktere und ihre Ziele kennen. Du musst nicht alles bis ins Detail planen, manchmal reichen schon wenige Schlüsselworte. Meist ist es sogar besser, sich selbst etwas Spielraum zu geben und dann mit spontanen Ideen zu experimentieren.
  4. Scheiß auf den Plot. Du hast ein Ende, aber keinen Anfang? Oder du weißt genau, wo deine Charaktere starten sollen, doch der Rest des Weges liegt noch im Dunkeln? Kein Problem. Starte einfach mit einer Szene, die du dir bereits in allen Farben ausgemalt hast. Eine Szene, die dir Spaß macht. Und dann noch eine. In die richtige Reihenfolge bringen lassen sich diese Szenen später immer noch. Und Plotlöcher sind sowieso unvermeidlich.
  5. Erinnere dich selbst daran, dass jedes geschriebene Wort besser ist als eine leere Seite. Mit einem Text, und sei er noch so furchtbar, kann man arbeiten – mit einer leeren Seite nicht.

Und zum Schluss: Vergiss nicht, dass das Schreiben Spaß machen sollte. Am wichtigsten ist nach alledem schließlich noch immer die Leidenschaft. Wenn deine Idee genug Begeisterung in dir weckt, dass du in deine Fantasie flüchten willst und dir deine Geschichte in allen Farben ausmalst, dann sollte der Anfang nicht zu schwer fallen.

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