Allgemein · Bücher

Lesemonat April

Kaum zu glauben, dass mittlerweile schon Mai ist. Der April hat für mich so viele Höhen und Tiefen bereitgehalten, dass ich den Monatswechsel gar nicht mitbekommen habe. Die aktuelle Situation ist für mich leider nicht immer einfach zu handhaben gewesen. Umso dankbarer bin ich für die Menschen, die während der letzten Wochen an meiner Seite waren und dank derer ich auch viele Stunden gelacht und die Sonne genossen habe. Auch das Schreiben hat leider ein wenig unter der Situation gelitten und ich habe weniger geschafft als geplant. Ein Lichtblick hingegen waren die Bücher, die mich diesen Monat begleitet haben.

Begonnen habe ich den Monat mit Becoming von Michelle Obama. Dieses Buch lag schon seit Weihnachten auf meinem SuB und ich habe mich sehr darauf gefreut, es endlich anzufangen. Tatsächlich war das Timing perfekt. Michelle Obamas Biografie ist unglaublich authentisch und sympathisch geschrieben, aber für mich hat sie vor allem viele Denkanstöße und Inspiration bereitgehalten. Eine wirklich empfehlenswerte Lektüre über eine wahnsinnig interessante Persönlichkeit und mein Monatshighlight.

Direkt danach habe ich die kurze Novelle To Be Taught If Fortunate von Becky Chambers eingeschoben. Auf dieses Buch habe ich schon seit Monaten gewartet, nachdem ich letztes Jahr die Wayfarer-Trilogie verschlungen habe. Leider hat die Novelle für mich nicht ganz das Niveau dieser Bücher erreicht. Die Message und die Denkanstöße haben mich nicht so klar erreicht wie sonst und auch in die Charaktere konnte ich mich diesmal nicht ganz so tief einfühlen, was allerdings auch der Länge der Novelle geschuldet sein kann. Trotzdem liefert Becky Chambers auch in dieser Geschichte wieder interessante Perspektiven auf die Zukunft und eröffnet einen Blick auf die Sterne, den ich eines Tages selbst gern hätte.

Den ganzen Monat über hat mich außerdem das Hörbuch zu Drachenläufer von Khaled Hosseini begleitet. Das Buch stand schon lang auf meiner Leseliste und ich war gespannt, was mich erwartet. Bis jetzt kann ich meine Eindrücke noch nicht ganz einordnen. Die Geschichte ist auf jeden Fall wahnsinnig nah an der Realität und dadurch auch von Grausamkeit und Brutalität durchzogen. Genauso finden sich aber auch Motive wie Freundschaft, Liebe und Mut. Die Charaktere, besonders der Protagonist Amir, sind eher menschlich und voller Schwächen als sympathisch gezeichnet und so hat es mich eine Weile gekostet, mich mit ihm anzufreunden. Dennoch bietet der Roman Einblicke in die Werte und Traditionen einer Kultur, die wahrscheinlich vielen von uns nicht ganz so vertraut ist. An Amirs Einzelschicksal wird die Geschichte Afghanistans bildlich und viele dieser Eindrücke werde ich wohl so schnell nicht vergessen.

Zuletzt habe ich dann noch Soulmates von Holly Bourne beendet. Ich habe schon zwei andere Bücher der Autorin gelesen und war nun auf dieses sehr gespannt, da es das Debüt ist. Die Idee „Was wäre, wenn es Seelenverwandte gäbe, aber ihre Liebe die Welt buchstäblich erschüttern würde“ klang echt spannend und auch die Umsetzung hat mir gefallen. Dennoch muss ich sagen, dass man im Vergleich zu ihren anderen Büchern merkt, dass dieses etwas schwächer ist. Die Geschichte greift zwar auch Themen wie beispielsweise Panikattaken oder Depressionen auf, allerdings werden diese hier nicht ganz so detailliert behandelt wie in ihren weiteren Büchern, was ich etwas schade fand. Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten und mir ein paar schöne Lesestunden beschert.

Das war also mein April – wie sah es bei euch aus? Was habt ihr gelesen, was hat euch bewegt?

2 Kommentare zu „Lesemonat April

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s