Schreiben

W für Werkzeug

Im vorletzten Teil der Alphabet-Serie dreht sich alles um das richtige Werkzeug. Eigentlich benötigt man zum Schreiben ja nicht viel – einen Stift und ein Blatt Papier oder einfach nur einen Laptop oder ein Handy mit Notizfunktion. Dennoch gibt es einige nützliche Tools, die deinen Schreiballtag erleichtern und deine Produktivität und Kreativität steigern können. Deshalb sind hier meine Top 6 Werkzeuge für Schriftsteller.

  1. Schreibprogramm

Das Schreibprogramm ist das Tool, mit dem du am meisten Zeit verbringst. Deshalb solltest du eins wählen, mit dem du dich wohlfühlst und das genau die Features hat, die du brauchst. Bei kürzeren Dokumenten genügt Word oder Open Office, wenn du deine Texte direkt online speichern willst, auch GoogleDocs. Wenn du allerdings ein ganzes Manuskript schreiben und überarbeiten willst, solltest du vielleicht doch auf eine speziellere Software zurückgreifen. Ich persönlich nutze Scrivener und kann das Programm nur empfehlen. Es ist im Vergleich zu vielen anderen Schreibsoftwares erschwinglich und bietet viele supernützliche Features. Beispielsweise kann man im Vollbildmodus ganz ohne Ablenkungen schreiben, man kann Wordcounts für Tagesziele oder Manuskriptziele festlegen und seinen Fortschritt tracken. Das meiner Meinung nach nützlichste Feature von Scrivener ist aber die Möglichkeit, alle Unterlagen (also auch Recherche, Bildmaterial, Notizen etc.) an einem Ort zu sammeln, Textabschnitte aufzuteilen und zu ordnen, sowie Labels zu verteilen, um die einzelnen Textabschnitte einzuordnen. Man kann für jede Szene oder jedes Kapitel kleine Karteikarten erstellen, um beim Plotten die wichtigsten Informationen zusammenzufassen, kann Szene für Szene schreiben, ohne immer erst durch alles vorher geschriebene scrollen zu müssen und beim Überarbeiten die Reihenfolge der Szenen ganz easy ändern, Szenen auslassen oder einfügen und trotzdem den Überblick behalten. Wer auch gern mal unterwegs schreibt, sollte außerdem einen Blick auf Jotterpad werfen. Ich benutze die App schon seit Jahren, um auf Reisen oder längeren Bahnfahrten an meinen Projekten weiterzuarbeiten oder Ideen niederzuschreiben. Aber apropos Ideen…

2. Pinterest

Wenn es darum geht, Ideen und Inspiration zu finden und zu behalten, ist Pinterest eines meiner allerliebsten Tools. Du kannst verschiedenste Pinnwände für deine Stories erstellen, in denen du Aussehen der Charaktere, Schauplätze oder ganz allgemein Fotos und Zeichnungen sammelst, die die Atmosphäre der Geschichte spiegeln. Außerdem findest du dort auch Schreibtipps, Prompts und Zitate. So kannst du neue Ideen finden und den Funken, der dich am Anfang bewegt, eine Geschichte aufzuschreiben, auch visuell festhalten, um dich später zu motivieren. Denn je klarer du das Bild deiner „perfekten Geschichte“ vor Augen hast, desto leichter schreibt es sich.

3. Spotify

Ähnlich wie Pinterest kann auch Spotify (oder eine andere Musikanwendung wie Youtube, Napster etc.) dir helfen, Inspiration zu sammeln und festzuhalten. Vielleicht hörst du gern zum Schreiben Musik oder legst vor dem Schreiben ein paar Songs auf, um dich in die Atmosphäre deiner Geschichte einzufühlen. In einer Playlist kannst du alle Songs sammeln, die dich in die richtige Stimmung für deine Geschichte versetzen. Oder du erstellst verschiedene Playlists – für traurige Szenen, für epische Szenen oder für fröhliche Szenen. Bei Spotify werden dir zusätzlich sogar Songs vorgeschlagen, die zu deiner Playlist passen könnten, sodass sie nie langweilig wird. Gegen Langeweile und Demotivation hilft auch das nächste Tool.

4. Write-o-Meter

Das Write-o-Meter ist eine App, die dir hilft, während des Schreibens motiviert zu bleiben. Du kannst Projekte anlegen und Gesamt- und Tagesziele festsetzen sowie Reminder einstellen. Ein Timer hilft dir, während deiner Schreibsessions konzentriert zu bleiben und deine Schreibzeit in produktive Abschnitte zu teilen. Am Ende jedes Durchlaufes kannst du deinen geschafften Fortschritt eintragen und bekommst dafür eine oder mehrere Guavas. Das ist eine Währung, mit der du dir später im Shop Belohnungen kaufen kannst. Die kannst du ganz individuell festlegen – von einem Keks oder Schokolade über einen Abend im Kino bis hin zu dem neuen Pulli, den du dir schön ewig wünschst. Für die Zahlenbegeisterten unter euch zeigt Write-o-Meter den Fortschritt auch in Diagrammen an. Für mich ein absolutes Lieblingstool, um auch bei längeren Projekten dranzubleiben.

5. Trello

Wer Listen und Sammlungen genauso liebt wie ich, dem sei Trello wärmstens empfohlen. Das Organisationsprogramm hilft dir, deine Gedanken und To-Dos zu all deinen Schreibprojekten festzuhalten. Für jedes Projekt kannst du ein Board, ähnlich einer Pinnwand erstellen. Auf diesem Board kannst du dann Listen mit Aufgaben, Checklisten, oder wichtigen Materialien hinzufügen. Für Aufgaben kannst du außerdem Deadlines setzen, damit du keinen wichtigen Termin mehr vergisst. Das macht es dir leicht, den Überblick über die einzelnen Schritte im Entstehungsprozess deiner Geschichte zu behalten.

6. Canva & Planoly

Zum Schluss noch zwei Tools, die dir zwar nicht direkt beim Schreiben helfen, aber dafür dein Marketing um einiges erleichtern werden: Canva und Planoly. Mit Canva kannst du hochwertige Grafiken für Instagram, Facebook & Co. erstellen. Planoly hilft dir dann, diese Grafiken als Beiträge mit Captions und Hashtags zu versehen sowie einen Posting-Plan zu erstellen und auf Wunsch Beiträge auch automatisch zu posten. So kannst du deinen Content vorbereiten, wann immer du Zeit hast und musst dir nicht alle paar Tage Gedanken machen, was du als Nächstes posten könntest.

Mit diesen sechs Tools bist du bestens ausgerüstet auf deinem Weg zum fertigen Buch. Welche Tools benutzt du gern und welche würdest du empfehlen?

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2 Kommentare zu „W für Werkzeug

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