Allgemein · Schreiben

Z für Zufriedenheit

Z ist der letzte Buchstabe des Alphabets und dies ist der letzte Artikel der Alphabet-Serie. Deshalb wollte ich mir etwas Besonderes überlegen. Vielleicht hast du die anderen Artikel der Serie bereits gelesen und begonnen, einige der Tipps und Tricks auszuprobieren, vielleicht bist du auch neu hier. In jedem Fall bist du hier, um etwas über das kreative Schreiben zu lernen.

Es gibt eine Sache, die die meisten Schriftsteller gemeinsam haben und das ist Perfektionismus. Wenn wir etwas schreiben, ist das immer nur der erste Schritt auf einem langen Weg. Zu jeder Rohfassung gehören Überarbeitungen, manchmal nur eine und manchmal so viele, dass wir den Überblick verlieren.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich nehme mir dabei selten Zeit, mich zurückzulehnen und über das zu staunen, was ich bereits geschafft habe. Meist denke ich darüber nach, wie ich Dinge noch besser machen könnte, wie ich noch effektiver oder produktiver sein könnte oder was ich ausprobieren und versuchen könnte. Versteh mich nicht falsch – ich bin ein großer Fan von dem Gedanken, dass man ein Leben lang lernt und sich ständig verbessert, aber in den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass es genauso wichtig ist, zufrieden mit dem zu sein, was man gerade tut. Das Schreiben als Prozess zu schätzen und so auch die Liebe zum Schreiben beizubehalten. In diesem Beitrag habe ich alles, was ich in den letzten Jahren darüber gelernt habe, für dich zusammengestellt. Hier sind meine Top 6 Tipps für mehr Zufriedenheit im Schreiballtag:

1. Liebe

Schreiben ist Kunst, Weltenweben mit Worten und Erschaffen fremder Personen in Gedanken. Du hast begonnen zu schreiben, weil du genau das liebst. Weil du es liebst, dir Geschichten auszudenken, deine Charaktere kennenzulernen und Welten zu kreieren. Wenn du länger an einem Projekt arbeitest, passiert es allerdings schnell, dass du dich so in Details verlierst, dass du diesen anfänglichen Grund, dieses Gefühl, vergisst. Damit dir das nicht passiert, kannst du dein „Warum“ aufschreiben. Du kannst eine Liste mit Dingen machen, die du am Schreiben liebst, eine Collage oder Pinnwand erstellen oder dir eine Playlist anlegen, die dich an deine Liebe zum Schreiben erinnert.

2. Rituale

Rituale und Gewohnheiten haben einen riesigen Effekt auf die Art, wie wir Dinge wahrnehmen. Wenn das Schreiben dein Happy Place ist, warum dann nicht bestimmte Rituale erschaffen, damit es sich auch genauso anfühlt? Das können ganz kleine Dinge sein, wie beispielsweise eine Kerze anzuzünden, eine bestimmte Playlist anzumachen oder dir dein Lieblingsgetränk bereitzustellen. Du kannst auch einen Schritt weitergehen und dir eine ganz bestimmte Tageszeit als Schreibzeit festsetzen, oder das Schreiben in deine Abend- oder Morgenroutinen integrieren. Wenn es dir schwerfällt, solche Routinen dann auch einzuhalten, kannst du versuchen, dich mit einer Challenge oder App wie zum Beispiel Habit Forest zu motivieren.

3. Ziele

Ziele richtig zu formulieren ist komplizierter als es klingt. Quatsch, denkst du gerade, ich weiß genau, was ich will. Einen Roman zu Ende schreiben, ein Buch in einem bekannten Verlag veröffentlichen, ein bekannter Autor mit Tausenden, sogar Millionen Fans werden. Es ist großartig, diese Ziele vor Augen zu haben. Doch hast du schon einmal überlegt, wie du deinen Weg bis dahin strukturieren kannst? Die lange Reise bis zum fertigen Roman, verlegten Buch oder berühmten Autor wird dir kürzer erscheinen, wenn du sie in winzige Etappen gliederst. Wie wäre es für den Anfang damit, das erste Kapitel zu beenden oder jeden Tag für eine halbe Stunde zu schreiben? Du wirst sehen, dass du deine Fortschritte auf diese Weise viel bewusster wahrnimmst und das Schreiben als Prozess zu schätzen lernst.

4. Belohnungen

Belohnungen sind toll. Trotzdem geht es mir ganz oft so, dass ich meine Meilensteine übergehe, anstatt sie zu feiern. Wenn du es geschafft hast, deinen Weg in ganz viele kleine Etappen mit kleinen Meilensteinchen einzuteilen, solltest du unbedingt daran denken, dich beim Erreichen auch zu belohnen. Das kann ein entspannter Abend in der Badewanne sein oder ein Essen mit deinen Lieben, vielleicht ein Buch, was du dir schon lange wünschst oder ein Ausflug. Such dir aus, was immer du möchtest und setz dir eine Erinnerung für den nächsten Meilenstein, sobald du einen erreicht hast.

5. Lob

Der letzte Punkt ist meiner Meinung nach auch der wichtigste. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn du deine eigenen Worte liest und stolz darauf bist, wenn du dich für das begeisterst, was du geschaffen hast und dein größter Fan bist. Wenn dir das schwerfällt, kannst du damit beginnen, besonders schöne Sätze zu sammeln und einen Nice-Things-Folder anzulegen. Wenn du schon eine Grundlage hast, kannst du deine „Lobmomente“ auch mit deinen Meilensteinen verknüpfen und dir bewusst Zeit nehmen, um auf alles zurückzublicken, was du geschafft hast.

Zum Schluss geht es einzig darum, dir ins Gedächtnis zu rufen, dass du Welten erschaffst und Träume spinnst, dass du mit Worten einzigartige Geschichten webst, die niemand außer dir auf diese Art erzählen kann. Das ist etwas unglaublich Besonderes und egal an welchem Punkt in deinem Schreibprozess du gerade stehst, vergiss genau das nicht. Du hast das Glück, Magie zu erschaffen.

Also, worauf wartest du noch? Schnapp dir einen Stift und leg los!

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